BURGENLAND
Abgeordneter will als Tagelöhner arbeiten
18. Dezember 2008, 13:50
Kaipel will damit sozial Schwachen finanziell unter die Arme greifen - Bisher wurden 17.000 Euro an
Spendengelder gesammelt
Eisenstadt - Auf das Verteilen der üblichen Werbemittel hat der burgenländische SPÖ-Nationalratsabgeordnete
Erwin Kaipel im vergangenen Nationalratswahlkampf verzichtet. Stattdessen zahlte er 5.000 Euro in einen von
ihm gegründeten Sozialfonds ein. Durch Spenden von Firmen und Privatpersonen sei der Betrag mittlerweile auf
17.000 Euro gewachsen, zog Kaipel am Donnerstag in Oberwart Bilanz. Um weiterhin einen persönlichen Beitrag
zu leisten, will der Politiker künftig auch als "Tagelöhner" arbeiten.
Beitrag zur Abfederung der Teuerung
Bisher erhielten 55 Menschen Gutscheine, großteils für Lebensmittel oder Heizöl, im Wert von je 200 bis 400
Euro, so Kaipel. Auch Mietzinsrückstände seien ausgeglichen worden. Während des Wahlkampfes habe er sich
überlegt, wie er einen Beitrag zur Abfederung der Teuerung leisten könne. Den Fonds habe er ins Leben
gerufen, um die sozial Schwächsten im Mittel- und Südburgenland zu unterstützen. Im Hinblick auf die Auswahl
der Begünstigten ersuchte Kaipel Gemeinden und Bezirkshauptmannschaften, ihm Personen, die Hilfe brauchen,
vorzuschlagen.
Kellner, Regalschlichter oder Fabrikarbeiter
Der Abgeordnete plant nun, Kulturveranstaltungen zu organisieren, deren Einnahmen ebenfalls in den Fonds
fließen sollen. Um weiterhin seinen Beitrag zu leisten, sei er auch bereit, als "Tagelöhner" zu arbeiten, meinte
Kaipel: "Ich bin gerne bereit als Kellner, als Regalschlichter oder als Fabrikarbeiter einzuspringen." (APA)
Politiker unterstützt Bedürftige mit Geld aus eigenem Fonds
SP-Kaipel hilft
06.03.2010, 07:00
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Um in Not geratene Menschen im Südburgenland zu unterstützen, hat der SP-Abgeordnete Erwin Kaipel
im Wahljahr 2008 einen Fonds eingerichtet. 73-mal wurden Heizkosten, Einkäufe und Reparaturen für
Bedürftige seither mit Geld aus dem Spendentopf beglichen. Eine Benefiz-Show am 13. März in
Riedlingsdorf soll wieder Geld in die Sozialkasse bringen.
"Bisher wurden 73 Anträge mit 20.000 Euro in Form von Gutscheinen und Rechnungsübernahmen
unterstützt", berichtet der Riedlingsdorfer Bürgermeister Kaipel.
Geholfen wurde mit Geld aus dem Sozialfonds einer verschuldeten Mutter ebenso wie einem jungen
Mann, der sich die Reparatur seines Autos nicht leisten konnte. "Auch die Heizkosten einer Pensionistin
haben wir übernommen", ist Kaipel stolz.
Eine Veranstaltung mit Mentalist Mario Unger zugunsten des Fonds findet am 13. März um 19 Uhr in
Riedlingsdorf statt.
von
Tina Blaukovics, Kronen Zeitung
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