Live aus dem Parlament
Nächste Sitzung des Nationalrates
am 30./31.03.2011
Bankwesengesetz
Abgeordneter Ing. Erwin Kaipel (SPÖ):
Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren!
Die Novellierung des Bankwesengesetzes erfolgt in der Um-
setzung von europäischen Richtlinien, wobei ein wesentlicher
Fokus auf die aufsichtsrechtliche Überwachung der
Vergütungspolitik von Kreditinstituten gelegt wird. Das Ein-
gehen übermäßiger Risiken in der Finanzdienstleistungs-
branche und unangemessene Vergütungspraktiken haben zu
erheblichen Verlusten in Banken und Kreditinstituten geführt.
Viele gängige Vergütungspraktiken sind mit einem effizienten
und soliden Risikomanagement nicht vereinbar. Die Aussicht
auf höhere Gewinne und das Erzielen kurzfristiger Gewinne
waren in vielen Fällen die Messlatte der Tätigkeit, und diese
Praktiken sind zweifellos abzustellen.
Kaipel zu Eberau: Reden statt Drüberfahren
"Die Vorgangsweise von Maria Fekter in Eberau ist zu
kritisieren und abzulehnen, das ist nicht die politische Kultur,
die im Burgenland gepflegt wird", erklärte SPÖ-Abgeordneter
Erwin Kaipel am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.
Kaipel verlangt in diesem Zusammenhang außerdem eine
längst überfällige Stellungnahme zu Fekters Vorhaben vom
burgenländischen Umweltminister Nikolaus Berlakovich. "Die
Burgenländerinnen und Burgenländer haben ein Recht darauf
endlich zu erfahren wie Berlakovich in Sachen Eberau denkt,
steht er so wie Landeshauptmann Niessl hinter der
burgenländischen Bevölkerung, oder nicht", so Kaipel. ****
Schaffung eines Gesundheitsförderungs- und Präventionsgesetzes
Abgeordneter Erwin KAIPEL bezeichnet Prävention als wichtiges Thema.
Das Gesundheitssystem misst diesem Bereich aber schon heute einen
hohen Stellenwert bei, was Aufwendungen in Höhe voneiner Milliarde Euro
unter Beweis stellen. Eine bessere Organisation der Präventionsmaß-
nahmen kann auch ohne die Schaffung neuer gesetzlicher Grundlagen
erzielt werden. Prävention muss dabeifreiwillig und finanzierbar sein,
steht für Kaipel fest.
Gemeinden als Konjunkturmotor
Es ist dringend notwendig, neue Beschaffungskriterien zu entwickeln, wo
es nicht nur umden niedrigsten Preis geht, sondern auch um regionale
Wertschöpfung oder Bestbieter statt Billigstbieter und auch um eine ge-
samtvolkswirtschaftliche Betrachtungsweise. Nachdem laut KMU-For-
schung Austria zwar 87 Prozent aller Unternehmen in Österreich Kleinst-
unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten sind, diese Unternehmen
aber an weniger als 15 Prozentder Beschaffungsvorgänge der zentralen
Beschaffungsstelle Anteil haben, ist dringenderHandlungsbedarf gegeben.